Nach vielen Nachfragen hier nun der gefürchtete Bericht:
Nach einem angestrengten "Schrauber Freitag" hatte ich ein wenig mühe morgens das Bett zu verlassen und den Weg nach Trittau zu finden.
Das wäre bald mit meinem Auto nicht möglich gewesen, weil ich meine Bremsklötze wieder so gründlich runter gefahren habe, dass man den Belag nur noch suchen, aber nicht mehr finden konnte. (Wie war das denn noch gleich mit dem Schuster und den Leisten??)

Zum Glück hab ich ja fleißiges Fachpersonal, welches den Schaden dann auch noch Freitags schnell beheben konnte.
Den "Meister" lässt man dann auch ungern mit seinem Frauencabrio ohne Bremse durch die Lande donnern. Wer weiß schon wozu wir den noch brauchen können....
war dann der Kommentar dazu....
Nach Trittau ging es dann auch dank neuer Bremse und mit Kompressorhilfe schneller als erhofft, so das ich dann auch weit vor der verabredeten Zeit dort ankam und zu meinem erstaunen feststellte, dass ich bei weitem nicht der Erste war. Einer meiner Jungs begrüßte mich grinsend, wobei das Grinsen von einem überdimensionalen Brötchen verdeckt wurde, aus dem die Remoulade quoll.
Die zweite Truppe von uns war nur wenige Zeit später am Ort.
Der dritte Wagen hatte hingegen massive Probleme mit der Anreise....Der böse Wecker war mal wieder Schuld....oder vielleicht doch der Kiez und das ein oder andere Bier??? Man weiß es nicht so genau.....
Nach einer tollen Begrüßung von Klaus nahmen wir unserer VIP Karten in Empfang und schritten zur Konkurrenzanalyse bei der technischen Abnahme.
Mit Entsetzen mussten wir feststellen, das unser "Teileträger" auf Grund von Motorproblemen nicht antreten konnte. Schade für uns, Glück für ihn.
Des weiteren war doch deutlich, dass der unterschied zur Wikinger Rallye Klientel doch sehr groß ist. Die Jungs und Mädels waren nach der Abnahme der Meinung, dass unser Auto sich dann doch nicht zu verstecken braucht.
Nach einigen Würstchen, einem "unerlaubten" Gang durch den Parc Ferme, netten Gesprächen, den obligatorischen Fotos und der Übergabe unserer Reifen, machten wir uns dann zeitig auf zur WP1. Hier wurde viel gefilmt, fotografiert und gefachsimpelt. Es wurde schnell der Unterschied der einzelnen Fahrzeugklassen deutlich, die doch sehr "verschieden" die WP durch fuhren. Der kurz zuvor bestaunte und sehr schnelle Beckersche EVO verabschiedete sich dann auch einige hundert Meter von uns entfernt in den Graben, worauf hin dann der Gegensatz zwischen schnell und ankommen oder spektakulär Fahren diskutiert wurde. Der komische kleinst Ferrari mit dem großen Mann drin, war ein gutes Beispiel hierfür. Schnell leise und schon wieder weg.
Aber wo zu Teufel hatte er die gelben Suchleuchten denn gelassen?? Ich beantwortete die Frage dann damit, dass die Veranstalter hier weniger modern seien und verloren gegangene Fahrer eher in der Dorfkneipe suchen würden und zudem wahrscheinlich noch nichts von einem Ferrarisuchlicht gehört haben. Man beschloss darauf hin den DMSB anzuschreiben, um die Suchleuchte im Reglement für kleinst Ferraris verankern zu lassen.
Auf dem Rückweg nach Trittau wurden wir dann von einigen "Unwissenden" verfolgt, die es sich einfach machen wollten, und uns hinterher gefahren sind. Mit unserem außerplanmäßigen Zwischenstopp haben sie dann nicht gerechnet und waren dann auch leicht verwirrt. Freundlich wie wir sind, haben wir die "Verirrten" kurzerhand mit Kartenmaterial ausgestattet. Nach einer Würstchenpause ging es dann weiter zur WP 5. Auf dem extrem Schnellen Stück hatten wir dann auch Mühe Fotos zu machen. Es waren dann auch ne Menge Landschaftsbilder dabei auf denen leider die Autos fehlten...... außerdem machte sich dann noch ein altbekannter Feind breit: Müdigkeit. Schuld war wohl eine Überdosis an frischer, teilweise sehr ländlicher Luft. Um weiteren Schlafattacken vorzubeugen habe ich mich dann entschlossen die Bande zu entlassen und mich selbst noch auf den Weg zum Ziellokal zu machen. Nach einigen weiteren sehr netten Gesprächen habe ich mich dann auch Richtung Heimat begeben.